Folge 030 – Lars von Triers „Dogville“ & Umweltbewusstsein in den 1980ern

Benjamin erklärt anhand von „Dogville“, warum er seit 12 Jahren keinen Film von Lars von Trier mehr geschaut hat. Markus spürt (ab 59:00) der ästhetischen Seite des sich entwickelnden Umweltbewusstseins in den 1980er Jahren autobiographisch und anhand des Films und Buchs „Grün Kaputt“ von Dieter Wieland nach. Ab 1:59:20 gibt es einen Nachklapp.

Folge 030 – jetzt abspielen

Lars von Trier, Dogville (2003), Dancer in the Dark (2000), Björk, Dogma 95, Idioten (1998), Geister/Kingdom/Riget (1994 und 1997), Melancholia (2011), Antichrist (2009), Manderlay (2005), Nymphomaniac (2013).

Umweltschutz, Umweltbewegung und Umweltbewusstsein in den 1980ern, Podcast: Young in the 80s, Anti-Atom-Bewegung, die Grünen, der Super-GAU von Tschernobyl (1986), Folge 1 des Popkulturfunks über den Atomunfall in der Popkultur, Was ist Was Band 3: Atomenergie, die Sendung mit der Maus-Folge über Atomenergie (1988), Ozonloch, FCKW, Ölpest, die Exxon-Valdez-Katastrophe 1989, Waldsterben, Alternativbewegung, Doku: Die Wahrheit über das Waldsterben (2011), die Zeitschrift Natur, die Sandoz-Katastrophe 1986, der WWF und Greenpeace, Umwelterziehung in der Grundschule, Recycling, der Grüne Punkt, der sterbende Regenwald, Marie Marcks, Jörg Müller: Alle Jahre wieder saust der Presslufthammer nieder oder Die Veränderung der Landschaft (1973), Hier fällt ein Haus, dort steht ein Kran und ewig droht der Baggerzahn oder Die Veränderung der Stadt (1976), Jugendbuchpreis 1974, Dieter Wieland, Grün Kaputt. Landschaft und Gärten der Deutschen (Film, Ausstellung, Buch: 1983), die Dokumentarfilmreihe Topographie (1973-2004), Flurbereinigung, Bau des Rhein-Main-Donau-Kanal, das Altmühltal, Krüppel-Koniferen, Die Unwirtlichkeit unserer Städte von Alexander Mitscherlich (1965), Kritische Theorie, Dialektik der Aufklärung von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer, Peter Piller, Bauerwartungsland, Joseph Beuys.

Podcastempfehlungen: SoFiFe Berlin, Popkulturfunk, ZehnZweiVier, Runaways, Das Alles, Die Eskapisten, Die Rückspultaste (insbesonders Folge 1 über „ALF“), Archivtöne, Klaus Theweleit, Wolfgang Beltracchi, Gert Postel, Henry Darger, Daniel Johnston, das Magazin „Socrates“.

Ein Gedanke zu “Folge 030 – Lars von Triers „Dogville“ & Umweltbewusstsein in den 1980ern

  1. Danke. Endlich Lars von Trier.
    Ich bin großer Lars von Trier Fan, bzw. bin ich Fan seiner Filme. Mit seiner Person setzte ich mich kaum auseinander, außer er pöbelt in Cannes rum wie 2011.

    Ich habe bisher 4 Filme von ihm gesehen und fühlte mich danach auch jedesmal „wie verprügelt“, und genau das macht den Reiz dieser Filme aus. Ich finde sie großartig und abstossend.
    „Breaking the waves“ ist so eine wunderbare Hommage an die Frau, sodass ich den Sexismus Vorwurf mit keiner Zeile unterstützen möchte, ganz im Gegenteil. Ich ziehe eher aus den meisten Filmen, dass Lars von Trier die starken Rollen den Frauen zuschreibt. So auch bei „Melancholia“ und „Nymph()maniac“.
    Etwas anders mag es bei „Antichrist“ sein, der Film hat mich im Übrigen wochenlang verfolgt. Mein erster Lars von Trier und dann das.
    Ich selber habe lange mit Depressionen zu tun gehabt und ohne zu wissen, dass Lars von Trier selber an Depressionen litt oder leidet, habe ich nach dem Film gedacht: Hätte ich die Mittel meine Depression in Bilder zu packen, wären es genau diese.

    Die Wendung die ihr von „Dogville“ beschreibt, ist auch in „Melancholia“ zu beobachten. Die depressive Schwester wird zum Termin des Weltuntergangs immer stärker und zufriedener, während die heile Welt ihrer Schwester und derer Familie immer weiter zusammenbricht, radikal auseinander fällt.
    Ähnliches ist bei „Breaking the waves“ zu beobachten, schwache Frau (Bess) wird im Verlauf der Erkrankung ihres Mannes immer stärker und „rettet“ ihm am Ende aus dem Rollstuhl.
    Ich weiß, dass viele Filmkritiker eine andere Interpretation darlegen und Bess als dumm und naiv darstellen.
    Genau das ist das schöne an Lars von Trier. Es handelt sich eben nicht um den 100 Hollywood Blockbuster den man so weg konsumieren kann, das ist Filmkunst. Man muss ein Gespür für menschliche Regung haben, einen differenzierten Blick, gerne auch selber mehrere Meinungen zu einem Film haben. Seine eigenen niederen Instinkte entdecken und es gut finden, dass am Ende das ganze Dorf niedergebrannt wird.
    Danke, dass ihr über Lars von Trier gesprochen habt auch wenn Benjamin die Lust auf diesen großen Regisseur vergangen ist und ihn nicht so abfeiert wie ich gerade.

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